Lilo in Worthington

Unsere Lilo ist als Austauschschülerin in Worthington in Minnesota.

Hier könnt ihr regelmäßig Erfahrungs- und Erlebnisberichte von Lilos Jahr in den USA lesen.

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Was ist Speech?

 

Hallo liebe RzF!

 

Heute würde ich gerne mal über ein neues Hobby von mir erzählen, Speech.

 

Ich habe ja schon immer gerne viel geredet und geschrieben, aber als ich dann vom Speech Team gehört habe war ich Feuer und Flamme.

 

Speech ist eine Aktivität in der man wie bei allen High School Aktivitäten gegen andere Schulen in seiner "Conference" (Bündnis von bis zu 12 Schule in der Umgebung) antritt.

 

In Speech gibt es 12 Verschiedene Kategorien. In manchen wird man über etwas informiert, in manchen wird disskutiert oder Gedichte vorgetragen, und in anderen schreibt man sein eigenes Stück und darf so kreativ sein wie man möchte.

 

Meine Kategorie ist "Creative Expression" dort schreibt man sein eigenes Stück über was auch immer und muss jenes das folgendermassen schaupielerisch mit verschiedenen Stimmen und Gesturen vor bis zu 7 Mitstreitern und einem Richter vorstellen.

 

In den letzten paar Wochen ist Speech zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. Mein Teammitglieder sind ein paar der liebsten Menschen die ich während meiner Zeit hier kennenlernen durfte. Unsere 2 Coaches (Trainer) sind unglaublich toll und ein bisschen verrückt. Generell hat in Speech jeder einen an der Waffel. Für Speech tragen die Jungs Anzug und die Mädchen Röcke (meiner ist mir mal in Mitten einer Runde gerissen) oder Blazer (wir sehen alle aus wie kleine Versicherungsvertreter)  und jeden Samstag wenn wir auf einem Tunier sind passiert immer etwas verrückt es. Einmal hat ein Mädchen von einer anderen Schule den Raum in dem alle sind dazu gebracht Bruno Mars "I think I wanna marry you" zu singen.

 

Da es mein erstes Jahr in Speech ist und ich außerdem eine deutsche Austauschschülerin bin (duh) war das einzige was ich schaffen wollte eine "Mitleidsschleife" (die ersten 6 Plätze bekommen Preise, Platz 7,8 und 9 bekommen Schleifen) zu bekommen. Aber am letzten Samstag als wir in Fairmont waren habe ich es in die Top-Sechs geschafft. Natürlich ging dann noch ein bisschen was schief (ich bin ja immernoch ich) aber das ist eine zu lange unf peinliche Geschichte für die Schulwebsite.

 

Was ich mit diesem Artikel eigentlich sagen wollte ist: Wenn ihr euch ein festes Ziel setzt und hart daran arbeitet schafft ihr das auch.

 

Speech ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden und hat mir eines gelehrt,

 

Harte Arbeit zahlt sich aus•

 

Liebe Grüße, eure Lilo.

Neue Bilder Januar 2017

Dezember 2017


Lilo in der Tech-Gruppe, beim Bauen des Bühnenbildes für das Weihnachtstheater "A Charly Brown Christmas".


Oktober 2017, die zweite Nachricht

Das Bild wurde aufgenommen bevor wir die Nationalhymne beim Volleyballspiel gesungen haben (Chor und so).
Das Bild wurde aufgenommen bevor wir die Nationalhymne beim Volleyballspiel gesungen haben (Chor und so).
Die Tennis Abschlussklasse (seniors) und alle Austauchschüler die im Team waren.
Die Tennis Abschlussklasse (seniors) und alle Austauchschüler die im Team waren.
Das sind "nur" Yubeen aus Korea und ich.
Das sind "nur" Yubeen aus Korea und ich.
Mein Fotografiekurs hat einen Ausflug gemacht, wir sind am Rathaus vorbei gekommen, wo das Crailsheimschild steht.
Mein Fotografiekurs hat einen Ausflug gemacht, wir sind am Rathaus vorbei gekommen, wo das Crailsheimschild steht.

August 2017, die erste Nachricht

Hallo liebe Flügelau!
Hier schreibt Lilo Herzig. Momentan bin ich Crailsheims Austauschschülerin in den USA. Genauer gesagt, in unserer Partnerstadt Worthington in Minnesota.
Meinen ersten Brief an unsere schöne Flügelau möchte ich mit ein paar Gedanken beginnen. Ich nenne diese Gedanken gerne mal die "Austauschschüler-Angst".
Denn einen Neuanfang zu wagen, selbst wenn es nur für ein Jahr ist, kann sehr schwer sein oder eben sehr Angst einflössend. Also fangen wir mal ganz von vorne an.
Man denkt ja immer, seine "Stadt", das ist ja nur, wo man aufgewachsen ist, mehr nicht. Aber so ist das nicht.
Das musste ich an meinem letzten vollen Tag in Deutschland am eigenen Leibe spüren.
Als ich nämlich nochmal in die Innenstadt gefahren bin, kamen mir Tränchen hoch. Mir wurde klar, dass diese Stadt nicht nur meine Heimat ist, sondern mich auch geprägt hat. Jeder einzelne Quadratzentimeter ist mit einer Erinnerung verbunden. Und dann fragte ich mich, was ich ohne meine Heimat tun sollte. Denn wenn die Heimat weg ist und mit ihr all die Freunde und Verwandten, ist man dann nicht ganz alleine? Quasi heimatlos?
Aber inzwischen habe ich festgestellt, dass ich meine Heimat in mir trage. In Form von Erinnerungen, Gedankenmustern, die ich pflege, die Art, wie ich spreche und schreibe. Außerdem habe ich Dominic. Er ist während seines Jahrs in Crailsheim auch ein Teil meiner Heimat geworden. Ein Teil Crailsheims. Besonders während unseres Fluges bemerkte ich, dass er für mich auch eine Verbindung nach Hause ist. Wir zwei waren die einzigen Deutsch sprechenden Menschen während unseres Fluges und haben das auch ordentlich ausgenutzt.
Außerdem kann ich gar nicht heimatlos sein. Denn erstens, lege ich die Heimat praktisch nur zur Seite. Wenn ich in einem Jahr wieder komme, ist mein Leben dasselbe. Ich drücke praktisch Pause für mein deutsches Leben.
Zweitens, Worthington fühlt sich jetzt schon wie Zuhause an. Man kann die Orte nicht vergleichen (dazu schreibe ich bald mal mehr), aber dennoch ist es jetzt schon zu einer zweiten Heimat geworden.
Außerdem ich bin mit Zuhause für immer verbunden. Mit Crailsheim, mit Onolzheim, unserem schönen Dialekt und natürlich der Flügelau.
Also ist die Weisheit von mir für euch für das nächste Schuljahr an der Flügelau:

•Habt keine Angst etwas Neues zu probieren. Wenn es euch nicht gefällt, gibt es immer noch euer gewohntes Umfeld, welches euch nie verlassen wird•

Liebe Grüße vom anderen Ende des Atlantiks,
eure Lilo!